NEW YORK – The city that never sleeps

Tag 1 – Ankunft in New York

Im Gegensatz zu Jorina landeten meine Begleiter und ich 2013 mit Delta Airlines am JFK Airport, was aber auch kein Nachteil war. Der Flughafen war nicht übermäßig voll und auf sein Gepäck musste man auch nicht lange warten. Möglicherweise lag dies am Inlandsflug (Las Vegas – NYC) und ist bei einer Auslandseinreise anders. Als ich – aus Deutschland kommend – in Miami gelandet bin, sah das schon anders aus. Die teilweise an ein Verhör erinnernde Befragung bei der Einreise kann schnell dafür sorgen, dass sich das ganze Verfahren zu einer zähen Prozedur entwickelt, bei der man einiges an Zeit einplanen muss. Wobei ich heute noch grinsend daran zurückdenken muss, wie ich die Fragestellung nach meinem Beruf nicht verstanden hatte, sodass man die Frage mit erhobener Stimme in „What is your profession?“ umformulierte und ich einen kurzen Augenblick mit „Ahoo!“ antworten wollte. Dies hätte wahrscheinlich dazu geführt, dass ich heute nicht von NYC berichten könnte. Damit möchte ich jetzt aber auch weitermachen…

Mit der direkt am Flughafen angeschlossenen Bahn fuhren wir bis zur Upper West Side von Manhattan, wo unsere Unterkunft für die nächsten Tage lag. Auf ca. halbem Weg musste man den AirTrain gegen die New Yorker U-Bahn tauschen. Bei mehreren Tagen Aufenthalt lohnt sich auch ein entsprechend langes Ticket. Mit diesem kann man dann beispielsweise auch alle Busse benutzen. Übernachtet haben wir jedenfalls im Broadway Hotel. Dieses Boutique-Hotel und Hostel liegt unmittelbar an einer U-Bahn-Station und nur wenige Gehminuten vom Central Park entfernt. Da die Preise sehr schwankend sind, empfehlen wir dir immer einen Blick auf unterschiedliche Anbieter. Wir bevorzugen Hotels.com, Booking.com und Expedia. Wer mit Privatunterkünften keine Probleme hat, sollte bei Airbnb vorbeischauen. Dort angekommen mussten wir jedenfalls leider feststellen, dass unsere Zimmer noch nicht bezugsfertig waren. Da wir allerdings vom Reisen fertig waren, gönnten wir uns im Aufenthaltsraum, den wir in den kommenden Tagen noch des Öfteren besuchen sollten, ein kleines Schläfchen. Der Teil des Hotels bot neben den gemütlichen Sofas noch eine Gästeküche mit Mikrowelle und Kühlschrank sowie ein „Kino“.

Nachdem unsere Sachen auf den Zimmern verstaut waren, ging es dann so richtig los. Zunächst ging es zum Times Square, da wir wahrscheinlich nach Vegas die Reizüberflutung vermissten. Danach machten wir uns auf die Suche nach Nahrung. Fündig wurden wir in einem Restaurant, welches “Fast-Food-Steak” anbot. Eigentlich eine interessante Sache. Warum immer nur Burger und Pommes als Fast-Food? Geschmacklich war es jedenfalls gut und der Preis ging auch völlig in Ordnung. Um das Steak besser verdauen zu können, ließen wir uns in einem der unzähligen Irish Pubs nieder, um noch ein Bierchen zu trinken. Zum Abschluss gab es im Hotel noch einen Film samt Mitternachtssnack aus der Mikro: Lecker amerikanisch ungesund! 😀

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Tag 2 – Häuserschluchten und Basketball

Am nächsten Morgen ging es erst einmal zum nahegelegenem Metrodiner, um etwas zu frühstücken. Erkennst du es? Jorina war 2014 unabhängig von mir im selben Diner. Schicksal? 🙂 Zur Auswahl standen jedenfalls Pancakes, Bratkartoffeln, jegliche Formen von Ei, Würstchen und was man sonst noch so alles als „typisch amerikanisch“ kennt.

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Für den Nachmittag hatten wir uns vorgenommen etwas die Stadt zu erkunden und die bekannten Wolkenkratzer aufzusuchen. Erstes Ziel: Empire State Building. Da uns der Eintritt zu teuer war, verzichteten wir auf das Hochfahren und begnügten uns mit dem nicht minder beeindruckenden Blick von unten. Danach ging es einige Straßen kreuz und quer durch die Stadt. Bei den riesigen Häuserschluchten kam man sich doch manchmal ziemlich klein vor. Vergleichbares findet man wohl nur noch in den asiatischen Metropolen. Auf unserem Weg lag z. B. auch noch das Chrysler Building, was auch mit einer sehr ansehnlichen Architektur aufwarten kann. Natürlich durften auch die Centralstation, das Rockefellercenter und die St. Patricks Cathedral nicht fehlen.

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Danach ging es mit der U-Bahn Richtung Brooklyn zum Basketball: New York Nets vs. Chicago Bulls! In Brooklyn angekommen, musste jedoch erst einmal eine Stärkung her. Fündig wurden wir in dem berühmten Steakhouse von Peter Luger. Da der Gründer scheinbar Deutscher war, schienen die Gerüchte, dass es sich um das beste Steakhouse des Landes handeln soll, nicht weit hergeholt. Und auch die Auszeichnungen in den Bilderrahmen im Innenbereich ließen darauf schließen. Das musste getestet werden!
Glücklicherweise wurden wir nicht enttäuscht und das “Small”-Steak schmeckte wirklich vorzüglich. Auch unser Kellner war ein Highlight: Tellerabräumen war dann “clear up the crap”, als die Steaks kamen meinte er “no worry, its small, but expensive” oder diverse Sprüche, dass er schon öfter mal beim Servieren alles hat fallen lassen und dass wir uns ruhig die Bäuche mit dem gratis Brot vollschlagen sollten: Herrlich! 🙂 Komischerweise erklärte er uns auch wie weit es ca. zum Basketballstadion ist; gefragt hat ihn aber keiner… ein Mysterium, was wohl niemals gelöst werden wird.

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Dann ging es mit dem Taxi zum Barclays Center. Die Tickets kauften wir bereits in Deutschland, was aufgrund des Andrangs wohl auch die klügere Option war. Zunächst sah es nach einer klaren Sache für die Nets aus: 26:13. Allen voran Starspieler Williams und der überragende Lopez setzen dem Spiel ihren Stempel auf. Lopez machte allein 20 der 26 Punkte. Dementsprechend könnte man meinen war die Stimmung auf dem Hochpunkt, da die Heimmannschafft das Spielgeschehen beherrschte. Dem war aber nicht so. Erst mit dem Erstarken der Bulls wurde die Stimmung hitziger. Nicht unbedingt wie man es aus einem Fußballstadion kennt (durch Fangesänge der beiden Lager), sondern eher durch einzelne Protagonisten, die sich Sprüche an den Kopf warfen. Direkt vor uns in der Reihe war so ein Exemplar. Der junge Mann besorgte sich aufgrund der guten Leistung Lopez´ in der Halbzeit ein neues Jersey mit eben diesem auf dem Rücken. Immer wieder drehte er sich herum und versuchte die Brooklynfans zu pushen. Sein absoluter Lieblingsspruch: “Come on hipsters, make some noise!”. Oder es kam sowas wie, “you paid 100 bucks for this ticket, make some noise”. Und diese Sprüche kamen mit einer Stimme daher… Der Mann muss in seiner Freizeit nur Whiskey saufen und Zigarren paffen! Der Spruch wurde übrigens von einem direkt links von uns sitzendem Bulls-Anhänger sehr gut gekontert: “He paid really 100 dollar for this?” Daraufhin ergaben sich viele Wortgefechte über einzelne Spielzüge und missglückte Angriffe: “Was that an airball? Was that an airball?”. Und auch die allgemeine Stimmung im Stadion steigerte sich, sodass die Spannung des Spiels wirklich auf die Atmosphäre übertragen wurde.

Kurz vor Schluss führten die Bulls 92:90. Knapp 5 Sekunden noch auf der Uhr. Die Nets in Ballbesitz. Vorher gab es einen Einspieler, dass Johnson wohl der Mann für die entscheidenden Dreier sei. Nach einer schnellen Passkombination landete der Ball beim mittlerweile stark nachlassenden Lopez. Evtl. wussten auch die Bulls von den Lucky Punch Qualitäten des Joe Johnson, sodass dieser zugestellt war. Der Ball traf auf den Ring, sprang, sprang und kullerte heraus. Sieg für die Bulls nach einer starken Aufholjagd. Der verrückte Brooklyn-Fan machte nach dem Abpfiff übrigens noch fleißig Fotos mit den Bulls-Anhängern. Schön diese Sportlichkeit. Sein Lopeztrikot zog er übrigens wieder aus und zeigte sich lieber wieder im Williamsshirt, der auch am Ende groß aufspielte.

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Nach dem Spiel ging es dann nach Hause zum obligatorischem Film im Aufenthaltsraum. Leider hatten ein paar nervige Gauchos das Prinzip dort nicht verstanden und feierten feucht-fröhlich eine Party mit viel zu lauter, schlechter Musik. Zwischendurch brachten sie sogar ein Wort Englisch heraus. “Fire” ertönte es als man unsere Snacks in der Mikro entdeckte. Ja wirklich diese Mikrowellen… Teufelszeug! “Fire”… Tz!


Tag 3 – Sightseeing

Am nächsten Tag ging es zu Fuß Richtung Central Park. Das Wetter war hervorragend und man hatte – wie vermutet – einen schönen Blick aus dem Inneren Manhattans auf die Skyline.
Wir fingen am großen See an und schlenderten Richtung Süden. Mein persönliches Highlight: Magnum Double CARAMEL! Bääääm!

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Als nächstes stand das World Trade Center Memorial auf dem Programm, wo inzwischen auch die neuen Türme hoch gezogen wurden. Thomas und ich schauten uns den Platz an, der wohl am meisten die jüngere amerikanische Geschichte geprägt hat. Jorina fand ja schon ausreichend passende Worte zu dieser Tragödie. Da Thomas die “Spende” für uns beide abgab, wurde er als junger Rockefeller mit einem unglaublich tollen Armband belohnt.

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Nach dem Besuch des dazugehörigen Museums liefen wir zunächst durch den Financial District (Wall Street etc.) und erkundeten anschließend noch ein wenig Manhattan bei Nacht. Danach waren wir noch ein wenig einkaufen bis wir uns zum Abendessen beim Red Lobster getroffen haben. Da man dort über eine Stunde warten sollte, entschieden wir uns für ein anderes Hummerrestaurant (The Lobster Place im Chelsea Market), was im allgemeinen auch viel besser bewertet wurde. Leider hatte dieses schon zu, so dass wir uns etwas neues suchen mussten. Auf dem Weg dorthin ist uns ein Mexikaner aufgefallen, der sich als wirklicher Glücksgriff erwies. Zur Vorspeise gab es Nachos mit hausgemachter Sauce. Da wir beim Mexikaner waren, durfte ein großes Glas Margarita nicht fehlen. Ziemlich schnell bekamen wir auch unser Hauptgericht, was sehr lecker war. Der Mexikaner ist in jedem Fall sehr zu empfehlen.

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Tag 4 – Bootstour und Abflug

Im Gegensatz zu Jorina, die die exklusive Meinung besitzt, dass sich eine Bootstour nicht lohnt :P, umschifften wir Manhattan am darauf folgenden Tag. Die Tour buchten wir vorab am Pier an der Westküste Manhattans. Es geht wahrscheinlich auch spontan, jedoch sind diese Fahrten (zurecht) sehr beliebt, sodass man keine Garantie hat, auch ein Plätzchen zu finden. Der Preis war meiner Erinnerung nach nicht allzu hoch, aber manchmal sollte Geld auch nicht das entscheidende Kriterium sein. Da wir uns schließlich auf internationalen Gewässern befanden (ja das ist so, ich will nichts anderes hören :P) konnten wir bei diesem herrlichen Wetter auch ein paar Bierchen zischen und die beeindruckende Skyline von Manhattan genießen. Mit dem Boot fuhren wir u. a. auch an der Freiheitsstatue vorbei. Diese sieht auf Bildern oder in Filmen allerdings deutlich beeindruckender. Schön war es trotzdem vor dieser Kulisse zu stehen.

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Danach schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen, wo man immer mal wieder auf Mickey und Minnie Mouse, Elmo und das Krümelmonster, Dora, Spongebob, Ironman oder sonst wen traf. Der Naked Cowboy war leider nicht dabei, dafür aber sein weibliches Pendant, was natürlich auch nicht schlecht war. 😉 Die Vielfalt an kostümierten Menschen erreichte fast das Level von Vegas, wo man noch auf so Typen wie Bumblebee, Jack Sparrow oder Wolverine traf. Zwei schöne Gestalten findest du noch weiter unten. Jedenfalls suchten wir uns noch einen schönen Platz in der Sonne am Times Square, bevor es mit dem Zug in Richtung Flughafen und nach Hause ging.

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New York City bietet zahlreiche Ausflugsziele, die man mit einem Aufenthalt gar nicht erfassen kann. Daher ist diese Stadt immer eine Reise wert und ich freue mich schon auf den nächsten Besuch. Mehr Bilder findest du im USA/Mexiko-Blog. Bei uns im Blog findest du natürlich auch günstige Angebote! 🙂

Cheers & Cheese ✌
Timo

 

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