London Calling

Nach unserem Abenteuer im karibischen Meer sollte unsere nächste Reise in die britische Metropole London gehen. Die Weltmetropole London ist eine der beliebtesten Ziele für einen Städtetrip. Ob Shopping, Muscial, Nachtleben oder Sightseeing: Londons pulsierende Straßen locken viele Menschen mit zahlreichen Highlights in die facettenreiche Stadt – so auch uns.

Am 29. April war es also so weit, von Köln-Bonn aus sollte es nach London Stansted gehen. Nach der Sicherheitskontrolle wunderten wir uns etwas, da es vor dem Gate noch eine Ausweiskontrolle gab. Auf dem Rückflug erfuhren wir dann, dass Großbritannien nicht Mitglied des Schengener Abkommens ist und somit die gewohnte Freizügigkeit innerhalb der EU, für London nicht gilt. Aber da man seinen Personalausweis ohnehin für den Check-In benötigt, hatten wir auch damit keine Probleme. Wenn du es in Stansted eilig hast, solltest du lieber deinen Reisepass mitnehmen, da durch den hier integrierten Chip die Identitätskontrolle elektronisch erfolgt und du dir so das lästige Anstellen am Schalter sparst. Obwohl wir bei Ryanair buchten, flogen wir mit einer anderen Airline, was aber kein Nachteil für uns war.

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Scheinbar nutzt Buffel unsere Urlaube, um als Fotomodell in England Karriere zu machen…

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Zum Vergleich:

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Nach der Landung und der Passkontrolle wurde man gut in Richtung Busse geleitet, wo unser Transfer von easyBus schon bereit stand und letztlich sogar schon 5 min vor offizieller Abfahrt los fuhr. Wer mit easyBus fährt, sollte also genügend Puffer beim Buchen des Shuttles einplanen. Zur Not bekommt man aber auch am Flughafen noch Transfers.

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Von der Old Street aus ging es dann via Underground nach Stockwell.  Bei unserer Unterkunft angekommen, mussten wir uns erst einmal vor unserem „Kamin“ aufwärmen.

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Am nächsten Morgen wachten wir bei strahlendem Sonnenschein auf und konnten nun den guten Eindruck, den wir nachts schon gewonnen hatten, bestätigen. Der Garten war sehr weitläufig und schön gestaltet. Wer hätte das bei einer so eng bebauten Weltmetropole erwartet?!

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Unsere kleine Gartenhütte bot alles, was man so zum Leben braucht: Mikrowelle, Toaster, Wasserkocher, Kühlschrank, Wifi und so weiter. Oliver, der uns die Hütte über airbnb vermietet hat, hinterlegte sogar diverse Steckdosenadapter, so dass wir problemlos unsere Handys über Nacht aufladen konnten.

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So sah die Straße aus, auf der wir wohnten. Allgemein ist Stockwell ein schöner Wohnort, dem man die Nähe zum Londoner Stadtzentrum kaum ansieht.

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Um kurz nach 9 Uhr marschierten wir zur Underground-Station Stockwell, an der zufälligerweise ein guter 24h-Shop war, der uns mit Frühstück versorgte. Dann machten wir uns auf nach Covent Garden, wo wir uns um 10 Uhr am Apple-Store mit unserer FreeWalkingTour-Gruppe trafen. Nach dem Anmelden und einer kurzen Einführung startete die Tour.

Zuerst wurde uns das royale Wappen an einer Hauswand gezeigt und erklärt, dass das Einhorn rechts Schottland symbolisiere. Die Schotten lieben ihr Wappentierchen wohl so, da man Einhörner wie auch die Schotten nicht einfangen könne; Braveheart-Style eben: Freiheeeeit! Angekettet ist das Einhorn im Übrigen, da man im Mittelalter glaubte, dass es gefährliche Tiere wären, die nur von Jungfrauen gezähmt werden könnten. Inselbewohner…

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Danach ging es noch ein wenig quer über den Markt von Covent Garden, der zu dieser frühen Morgenstunde noch nicht allzu stark besucht wurde. Ursprünglich war hier der große Obst- und Gemüsemarkt, woher der Platz auch seinen hat. Mittlerweile befinden sich unter den Dächern der Markthallen allerdings trendige kleine Läden. Dazu später mehr.

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Morgens noch wenig belebt…

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Update von Jorina: Im Januar 2016 war ich noch einmal in London, um meine Freundin Laura zu besuchen. Zufällig waren wir abends in diesem Pub essen. Der Pub versprüht nicht nur englischen Charme, sondern auch echt leckeres Essen.

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An den typischen englischen Pubs vorbei, gingen wir durch die „echte“ Winkelgasse, wo J.K. Rowling die ersten Ideen für ihre Harry Potter Romane entwickelte. Diese Gasse sollte auch als Vorlage für den ersten Kinofilm dienen. Dies scheiterte allerdings an der Enge der Gasse, so dass für den Film im Studio gedreht werden musste.

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Von dort aus führte uns der Guide zum Trafalgar Suqare, wo sich im Nordosten die Kirche St Martin-in-the-Fields befindet, in der häufig auch Konzerte stattfinden.

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Direkt dahinter ist die National Gallery, welche ein bedeutendes Kunstmuseum sein soll. Besucht haben wir sie jedoch nicht.

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Vor dem Museum sieht man zwei Brunnen, die die inzwischen nach Kanada versetzten Originale ersetzten.

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Hinter den beiden Brunnen steht im Süden des Platzes eine riesige Säule, auf der ein Denkmal von Admiral Nelson, der damals in der Schlacht von Trafalgar England zum Sieg über die Franzosen und Spanier führte.

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Da die ursprüngliche Skulptur zerstört wurde, befindet sich auf dem vierten kleinen Sockel nun das gigantische Pferdegerippe „Gift Horse“ eines deutschen Konzeptkünstlers. Am Vorderbein befindet sich eine Schlaufe, auf der der aktuelle Börsenkurs läuft.

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Dann ging es weiter in Richtung Buckingham Palace.

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Der Admiralty Arch ist ein 1910 errichteter Triumphbogen in London. Durch ihn gelangt man auf die Prachtstraße „The Mall“, die direkt zum Buckingham Palace.

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Etwa auf Augenhöhe befindet sich am linken Tor (nimmt man die Perspektive des oberen Bildes) eine kleine Nase. Diese soll der berittenen Polizei Glück bringen, wenn sie im vorbeireiten die Nase berührt. Verschiedene Legenden erzählen jedoch unterschiedliche Geschichten zur Herkunft der Nase. Die einen sagen, dass es sich um eine Homage an Eduard VII. handelt, der eine relativ große Nase hatte. Andere Geschichten erzählen davon, dass es Napoleons Nase darstellt. Wieso die Nase wirklich dort ist, kann wohl niemand beantworten.

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Der rote Teppich der Queen.

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Queen Elisabeth und King George:

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Der St. James’s Palace macht äußerlich nicht wirklich viel her und wäre von uns wohl kaum als Palast wahrgenommen worden, wenn uns der Guide nicht hier her gebracht hätte. Er erklärte uns, dass der Palast jedoch zu den wichtigsten gehört, da nicht nur die ausländischen Botschafter hier akkreditiert werden, sondern auch die Proklamation eines neuen Monarchen hier statt findet. Im Palast wohnt heute z. B. noch Prinzessin Anne, während Prinz Charles mit seinen Söhnen bereits 2004 auszog. Prinzessin Anne gelang es einst einer Entführung aus ihrem Fahrzeug zu entgehen, indem sie ihren Angreifer abwehrte und aus der gegenüberliegenden Fahrzeugtür floh. Darüber hinaus ist sie das einzige royale Familienmitglied, welches eine olympische Medaille gewinnen konnte.

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Es war viel los vor dem Buckingham Palace, da zu diesem Zeitpunkt immer noch alles auf den royalen Nachwuchs wartete.

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Der St. James’s Park ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Zum Abschluss ging es zum Parliament Square, wo sich der Palace of WestminsterBig Ben (offiziell Great Bell of Westminster) und Westminster Abbey gute Nacht sagen. Wenn du dich darüber hinaus für Geschichte interessierst, kannst du dir hier Denkmäler von Abraham Lincoln, Winston Churchill oder Nelson Mandela anschauen.

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Hier trennten sich die Wege der Gruppe und wir besorgten uns zunächst einen leckeren Mittagssnack. Die Straßenstände bieten dir eine klasse Alternative zu teuren Restaurants.

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Nach der Stärkung vor der St. Margaret’s Church ging es am Big Ben vorbei, die Themse entlang, zurück zu Covent Garden.

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London Eye:
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Covent Garden mit mehr Action…

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und Ben’s Cookies! ❤

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Über den Leicester Square und Piccadilly Circus ging es zum Tower of London und anschließend zur Tower Bridge.

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Am Abend ging es dann zur Musicalshow Let It Be im wundervollen Garrick Theatre.

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Das Musical lässt einen wirklich glauben live dabei gewesen zu sein als Ringo, John, George und Paul die Bude rockten. Als Beatles-Fan also ein Must-See in London!

Über den Piccadilly Circus ging es dann nach einem langen, aber auch sehr spannenden und sonnigen Tag ins wohl verdiente Bettchen.

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Update von Jorina: An einem Abend besuchten Laura und ich das Musical Triller Live. Als Hommage an die einzigartige Karriere von Michael Jackson war die Inszenierung der Show einfach der Wahnsinn. Vier Sänger, eine Liveband und diverse Tänzer performten ca. 2,5 Stunden im Lyric Theatre viele bekannten Lieder des King of Pop. Nicht zuletzt durch die verblüffende Ähnlichkeit des einen Künstlers mit Jackon selbst fühlte man sich in eine vergangene Zeit zurück versetzt. Laura und ich hatten das Glück, bei Love Theatre ein Last-Minute-Schnäppchen zu machen: Im reduzierten Ticketpreis von 41 GBP war sogar ein Abendessen inbegriffen.

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Den nächsten Tag konnten wir etwas entspannter angehen, da wir morgens keine festen Termine hatten. Nach einem kleinen Snack machten wir uns auf, um auf James Bond’s Spuren das Hauptquartier des britischen Secret Service MI6 zu suchen…

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Mit der U-Bahn, mit der du wirklich super von A nach B kommst, egal wo du gerade in London bist, fuhren wir danach zum Bahnhof King’s Cross.

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Auch Gleis 9 3/4 konnte sich vor uns nicht verstecken.

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Glücklicherweise sind die Londoner nicht vom Bahnstreik betroffen, sonst sähe das Bild wohl eher so aus:

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Foto: Postillon

Vor dem Bahnhof öffnete gerade der Real-Food-Market, wo du diverse (besonders süße 😉 ) Spezialitäten kaufen kannst. Dem leckeren Käse und Fisch konnten wir zwar noch widerstehen, bei dem Brownie war jedoch auch für uns Schluss. Sowas leckeres haben wir definitiv noch nie gegessen! Auf dem Bild ist vielleicht noch die Hälfte des Monsters zu sehen. 😀

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Dazu ein leckeres Schoko-Getränk:

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Nach dieser grandiosen Verköstigung fuhren wir nach Camden, einem bunten Szeneviertel mit vielen Märkten und Essensständen.

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Etwas Gesundes zur Stärkung:

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Dann ging es über die vielen verwinkelten Märkte, ein wirklich lohnendes Erlebnis.

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Treffende Zusammenfassung unseres Ausflugs nach Camden:

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Zum Abschluss liefen wir den Fluss entlang, der mit seinem altertümlichen Schleusensystem ein kleines Highlight für sich ist.

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Update von Jorina: Auf der untersten Ebene des Camden Markets trafen Laura und ich auf einen Fotografen, der für läpsche 20 GBP ein kleines Fotoshooting anbot. Statt der ausgewiesenen Auswahl von 50 Fotos gab es das komplette Shooting auf CD zum mitnehmen. Das waren insgesamt über 250 Bilder. Obendrauf gab es von dem favorisierten Bild einen Ausdruck gratis dazu! Eine Empfehlung für jeden, der eine persönliche Erinnerung aus der bezaubernden Metropole mitnehmen möchte!

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Mit dem Bus ging es dann u.a. durch die Oxford Street zum Hide Park. Eine teure Stadtrundfahrt mit dem Bus kann man sich Dank der Oystercard übrigens sparen.

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Achtung: die Sonnenstühle kosten läppsche 1,60 GBP pro Stunde!

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Bevor es Richtung Fulham ging, passierten wir zufällig das Krankenhaus in Paddington, in dem kurze Zeit später das royale Baby Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana das Licht der Welt erblickte. An der Station Fulham Broadway fanden wir jenseits von Tourifallen direkt am Bahnhof (Rolltreppe hoch) einen super Pub. Es wartete ein Angebot auf, was wir nicht ablehnen konnten. Dieses gute Preis-/Leistungsverhältnis ist in London längst nicht selbstverständlich. Thanks God, it’s Fish Friday!

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Danach hätte es eigentlich zur Jack The Ripper Tour gehen soll, allerdings waren wir etwas entkräftet und ehrlich gesagt auch etwas spät dran, sodass wir uns stattdessen dazu entschieden, uns unsere Highlights vom Vortrag noch einmal mit Beleuchtung anzugucken.

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Quasi mitten in der Nacht klingelte dann der Wecker und wir mussten uns in Richtung Flughafen begeben. Da die U-Bahnen um diese Uhrzeit noch nicht fuhren, waren wir auf den Bus angewiesen, um zur Old Street zu kommen, von wo unser Flughafentransfer ging. Glücklicherweise hatten wir genügend Zeit eingeplant, denn die Busse haben leider manchmal die Angewohnheit, mitten in der Fahrt ihre Endstation zu wechseln. Daher mussten wir etwas improvisieren, letztendlich kamen wir aber mehr als pünktlich am Reiseziel an. Mit dem Bustransfer klappte auch alles ohne Probleme, sodass wir den Flughafen planmäßig erreichten.

In der Abflughalle besorgten wir uns noch einen kleinen Snack für den Rückflug:

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Kurze Zeit später landeten wir in Deutschland und unser kleines Londonabenteuer war schon wieder vorbei. Wir sind dafür um viele tolle Erfahrungen reicher und freuen uns schon auf die nächste Reise.

Was uns die Reise gekostet hat, siehst du in der folgenden Übersicht:

Preis pro Person in EURO
Flüge 19,98
Flughafentransfer 05,44
3 Übernachtungen 60,99
Musicalticket 34,66
ÖPNV vor Ort 32,25
147,88

Wie man einen Trip in die britische Metropole  so günstig zusammenstellt, kannst du unter London – Planung nachlesen.

Cheers & Cheese ✌
Jorina und Timo

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