Islandrundreise – Route

Reiseroute & Highlights

Im ersten Teil unseres Beitrags zeigen wir dir unsere Reiseroute für 11 Tage (Netto-) Aufenthalt in Island. Dazu gibt es unsere persönlichen Highlights auf den Streckenabschnitten. Auf der zweiten Seite stellen wir dir anhand unserer Tour die anfallenden Kosten zusammen und geben Tipps, worauf du bei der Organisation alles achten solltest. Hier kannst du nachlesen, wann es günstig ist zu fliegen, wo es günstige Unterkünfte gibt und welche Kriterien beim Mietwagen/Camper entscheidend sind.

Unsere Tour beginnt mit der Hauptstadt Reykjavík, worauf der Tagestrip zum Golden Circle folgt. Danach startet die Rundreise zunächst im Süden Islands und bewegt sich dann gegen den Uhrzeigersinn nach Ost, Nord und West. In Klammern stehen jeweils die Straßenbezeichnungen, die dich zum nächsten Ziel führen.

Islandkarte

1. Reykjavík
Am besten startest du deine Islandrundreise von der Hauptstadt Reykjavík aus, welche ca. 50 km (40 min mit dem Auto) vom internationalen Flughafen in Keflavík entfernt liegt (41). Ein Tag reicht hier eigentlich aus, um alles Sehenswerte zu Fuß zu erkunden. Unsere Highlights sind die gläserne Konzerthalle Harpa am Hafen, die dsc_00761Hallgrímskirkja (Kirche) sowie die anknüpfende Einkaufsstraße Laugavegur mit ihren vielen kleinen Geschäften, die zum Bummeln einladen. Von der gläsernen Kuppel Perlan hast du einen super Ausblick auf die Stadt (besonders schön beim Sonnenuntergang). Wenn du magst, kannst du dir auch das weltberühmte Phallusmuseum ansehen!

2. The Golden Circle
Reykjavík ist eine super Ausgangsposition um die 237 km lange Golden Circle Tour zu fahren. Die reine Fahrtzeit der Tour beträgt ca. 3,5 h, sodass hier ein Tagesausflug völlig ausreicht. Tipp: Für die Strecke reicht ein günstiger Mietwagen, da die Straßen hier in einem guten Zustand sind!Die Sehenswürdigkeiten sind alle ausgeschildert, aber auch MAPS.ME führt dich sicher zum Ziel. Zunächst geht es nach Þingvellir (36). Dieser Ort und Nationalpark beherbergt den größten See Islands mit 83,7 m². Der Wasserfall und die Flussausläufer sind neben der großen Schlucht auf jeden Fall die Highlights des Ortes. Die zweite Station, der Geysir Strokkur (365, 37, 35), zeigt dir, wieso dieser Ort zu den beliebtesten Attraktionen Islands gehört, denn das kochende Wasser schießt hier meterhoch aus dem Boden. Danach geht es zum mächtigen Wasserfall Gullfoss und zu einem Vulkankrater (Kerið crater). Der letzte Spot sind die heißen Quellen von Reykjadalur (1), die zum Baden inmitten der Natur einladen, bevor es wieder nach Reykjavík zurückgeht.

Golden Circle

3. Die Schwefelquellen im Südwesten
Nun geht es über die 41 wieder in Richtung Keflavík. Nur wenige Kilometer südlich vom Flughafen (44) befindet sich das erste Highlight diesen Tages, die America-Europe-Bridge (Miðlína). Hier treffen die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aufeinander, sodass du buchstäblich auf zwei Kontinenten gleichzeitig stehen kannst. Danach geht es weiter zu verschiedenen Schwefelquellen. Hier findest du zunächst die Schwefelquelle Gunnuhver und die Felsenküste Reykjanesta (425). Um zur Vulkanlandschaft Krýsuvík zu gelangen, schwemusst du kurz die 427 verlassen und ein paar Kilometer ins Inland fahren. Ein schönes Tagensziel ist der Campingplatze Árhús im Örtchen Hella (437, 38, 34, 1). Kurz vorher kannst du noch einen Blick auf den Urridafoss erhaschen, der die tollen Wasserfälle am nächsten Tag ankündigt.

4. Wasserfälle und ein schwarzer Strand
Ab jetzt geht es fast ausschließlich über die 1 weiter. Das erste Highlight ist der 65 m hohe Seljalandsfoss und der versteckte Gljúfrabúi. Der nächste Wasserfall ist der Skógafoss. Von hier aus könntest du außerdem zu einer Gletscherwanderung auf den Eyjafjallajökull aufbrechen. Nach dem Stop beim Gletscherende Mýrdalsjökull fährst du noch ein paar Kilometer bis zu dem Vogelfelsen Dyrhólaey. Dort findest du Wasserfälle Islandneben den Papageientauchern (isländisch: Lundi) auch einen tollen schwarzen Strand und in Reynisfjall tolle Felsformationen. Ein geeignetes Tagesziel ist das kleine Fischerdörfchen Vík oder der Campingplatz Campsite Kirkjubaer I, direkt an einem Wasserfall. Achtung: Es gibt auch den Campingplatz Campsite Kirkjubaer II, dieser ist allerdings teurer und nicht so schön gelegen.

5. Die Oase Skaftafell und ein Gletschersee
Falls du dich für Kirkjubaer entschieden hast, musst du heute ein paar km zurück um Fjaðrárgljúfur, um den Grand Canyon Islands zu erreichen. Hierhin gelangt man problemlos mit einem normalem PKW über die 206, da diese erst hinter dem Parkplatz zur F 206 wird (beachte: F-Straßen nur mit 4×4 Fahrzeug). Über die 1 geht es als nächstes nach Skaftafell, eine Oase inmitten der Ödniss, direkt neben der Gletscherzunge des größten Gletschers SKafIslands (Vatnajökull). Hier gibt es tolle Wanderwege und Wasserfälle zu bestaunen. Danach erwartet dich eins der größten Highlights Islands: Der Gletschersee Jökulsárlón, der auch bereits Drehort vieler Hollywoodfilme war (1). Der Campingplatz im Dorf Höfn kann als Schlafplätzchen genutzt werden (1).

6. Wasserfälle auf dem Weg nach Mývatn
Von Höfn aus geht es über die 1 weiter in Richtung Norden. Hinter Djúpivogur hast du die Möglichkeit entweder weiter die Küste entlang (1) oder alternativ die Abkürzung über einen Berg mit einer sehenswerten Landschaft zu fahren (939). Beide Wege führen automatisch wieder zusammen. Danach geht es um den Stausee Lagarfljót herum zum 118 m fallenden Hengifoss (931). Im nur wenige Kilometer weiter gelegenen Egilsstaðir solltest du deine Vorräte auffüllen, da danach erst einmal nicht viel Zivilisation vor dir liegt (Bonus und vor allem tanken!). Sofern du während der Brutzeit im April/Mai unterwegs bist, lohnt sich der Weg nach Bakkagerði. Dort kannst du zu dieser Zeit zahlreiche Papageientaucher beobachten (94). Ansonsten empfiehlt es sich direkt Richtung Mývatn zu fahren (1). Wer Zeit und ein wenig Glück hat, trifft bei einem kleinen Abstecher nach Möðrudalur auf zahme Polarfüchse. Bevor du Mývatn erreichst, solltest selfoss, dettifoss - islanddu noch beim Dettifoss (und Selfoss) vorbeischauen (862 [UNSER WEG] oder 864). Bist du gut zu Fuß, solltest du dir hier auch die Wanderung zum Hafragilsfoss vornehmen (ca. 3 h einplanen). Wenig später erreichst du nun Mývatn, wo du auch prima übernachten kannst.

7. Die schwefelige Landschaft von Mývatn
Unmittelbar am See Mývatn befinden sich die sogenannten Pseudokrater Skútustađir (848). Im Gegensatz zu echten Kratern sind diese nämlich „nur“ durch heißen Dampf entstanden. Danach empfehlen wir eine Besichtigung der Lavagesteinsfelder von Dimmuborgir. Wer Zeit hat, mehr als einen Tag in Mývatn zu verbringen, kann hier schöne Wanderungen machen und sogar zum Krater Hverfjall laufen. Anschließend geht es weiter zur (848, Rd to Hverfjall) zur Grjotagjá (dt.: „Felsspalte“), wo sich unterirdisch eine Höhle mit  einem kleinen, heißen See befindet. Danach fährst du zum Krater Víti am Zentralvulkan Krafla (1 Richtung Dettifoss, dann links). Unweit vom Vulkankrater Víti befindet sich die Geothermallandschaft Hverir (auch „Hverarönd“). Von Víti aus kommend biegst du zunächst rechts auf die 1 ab und kurz darauf ist links der Parkplatz von Hverir. Dank der vielen Solfataren kannst du hier ein einzigartiges Naturschauspiel bewundern. Allerdings sollte deine Nase nicht myvatn islandempfindlich auf den stets präsenten Schwefelgeruch reagieren 😉 Auf halben Weg zurück nach Mývatn kannst du den Rest des Tages enspannt in der Lagune Mývatn Nature Bath (Jarðböðin Nature Baths) ausklingeln lassen (Studentenausweis mitnehmen!).

8. Walbeobachtung in Husavik
Am nächsten Tag geht es ins Walmekka Husavík (87, 85), wo wir die Walbeobachtungstour mit einem Segelschiff (z.B. bei North Sailing) 1empfehlen können. Spar-Tipp: Online buchen (damals 67 €)! Hier solltest du ca. 3-4 Std. einplanen. Da es in Husavik ansonsten nicht viel zu sehen gibt, kannst du nach dem Ausflug schon einmal ein paar Meter in Richtung Westfjorde zurücklegen (85, 845, 1).

9. Akureyi und Seehund
Auf dem Weg nach Akureyri solltest du unbedingt noch am Goðafoss halten (1). In Akureyri, der zweitgrößten Stadt Islands, lohnt sich ein kurzer Spaziergang über die Einkaufsstraße und durch den Botanischen Garten. Auf jeden Fall solltest du hier tanken und deine Vorräte auffüllen; in den Westfjorden sind Supermärkte und Tankstellen eher Mangelware. Nächstes Ziel ist die Landzunge Vatsnes, die ein guter Hotspot für Seehunde ist (1, 716, 711). Erster Spot ist die Felsformation Hvítserkur. Um Seehunde zu sehen, hältst du am Campingplatz in Illugastaðir. Hier führt ein kurzer Wanderweg zu einer Aussichtsplattform, woAkureyi sich zahlreiche Seehunde tummeln. Auch danach folgen noch ein paar Aussichtspunkte, bei denen wir allerdings weniger Glück hatten. Ein guter Schlusspunkt am Beginn der Westfjorde ist der Campingplatz Bjarkarlundur (mit Tankstelle) (72, 1, 68, 59, 60).

10. Die Westfjorde
Eins vorweg: Die Westfjorde lohnen sich nur bei gutem Wetter! Zudem solltest du beachten, dass die Straßen ausschließlich entlang der Küste verlaufen. Dies ist auf der einen Seite ein richtig schöner Anblick, auf der anderen Seite sind die Wege natürlich sehr lang und daher auch zeitintensiv. Wenn du die Zeit hast, kannst du hier sicherlich einige tolle Tage verbringen.
Weiter geht es auf der 60 bis zum ersten Stop: Einer der vielen Natural Pools liegt ca. 400-500 m vor dem Hotel Flókalundur (wo die 60 zur 62 wird). Dieser ist vom Straßenrand nicht ersichtlich. Fahr einfach links auf den Parkplatz und gehe den Weg zum Meer herunter. Nächstes Ziel ist der Wasserfall Dynjandi (60). Dieser mächtige Wasserfall ist sicherlich einer der beeindruckensten weltweit. Danach kannst du dir überlegen, wie viel du noch sehen willst. Eine Möglichkeit ist zum westlichsten Punkt Europas zu fahren (63 oder 62, 612). Wenn du noch einen Natural Pool besuchen willst, kannst du auf dem Rückweg am Hot Pot Krosslaug (62, auf Höhe des Weilers DynjandiBirkimelur) Halt machen. Von dort (Brjánslækur/Breidafjordur) kannst du mit der Fähre Baldur nach Stykkishólmur fahren, (ca. 80 € für 1 PKW + 2 Personen, 2,5h Fahrtzeit und eine lange Warteschlange). Wir bevorzugen allerdings die Straßenroute nach Snæfellsnes. Auf dem Weg dahin schlägst du am besten dein Nachtlager in Búðardalur auf. Im Gegensatz zu vielen anderen “Orten” bietet Búðardalur alles, was man für den täglichen Gebrauch benötigt und nicht nur eine Tankstelle.

11. Der Nationalpark Snaefellsnes
Nachdem in Búðardalur die Vorräte ein letztes Mal aufgefüllt wurden, geht es zur Halbinsel Snæfellsnes (60, 54). Die ersten ausgewiesenen Aussichtspunkte befinden sich kurz nach Gufuskálar und Fálki im Nordwesten der Landzunge (579). Die Fahrt dorthin lässt tief in die vielfältige Landschaft Islands blicken. Um die Halbinsel herum ist der nächste Halt: Die Bucht Dritvík mit dem Strand Djúpalónssandur. Nicht nur die rostigen Überreste eines 1948 gestrandeten Schiffes an der Küste sind hier beeindruckend, sondern auch die sogenannten “Kraftprobesteine”. Von hier kann man über Stock und Stein nach Dritvikurpollur wandern, wo sich früher die Hauptanlagestelle der Frühjahrsfischerei befand. Heute sind noch einige Ruinen von Fischerhütten und Mauern von Fischtrockenplätzen zu sehen. Danach fährst du weiter mit dem Auto entlang der Küste zu den Felstürme Lóndrangar. Anschließend erreichst du nach einer halbstündigen Autofahrt die Seehundebucht Ytri-Tunga. Auf dem Weg dahin kommst du am Örtchen Arnarstapi Snaefellsnesvorbei. Von hier aus werden auch diverse Gletschertouren zum Snæfellsjökull angeboten. Hierfür solltest du aber mindestens einen halben Tag einplanen. Dann ist der Urlaub leider schon vorbei und es geht zurück zum Flughafen. Keine Angst vor der Maut vom Unterwassertunnel, diese kostet nur 3,50 € pro Person.

Mehr Infos und Bilder zu den einzelnen Streckenabschnitten findest du bei unseren Reiseberichten.

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