Sofia – Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps

Unser letzter Kurztrip liegt ungewöhnlicher Weise schon ein Weilchen in der Vergangenheit. Somit nutzen wir nun das lange Wochenende, um erneut in dem Flieger zu steigen. Aufmerksam geworden durch eine Freundin, führte uns Ryanair diesmal für 32 € p.P. ins schöne Sofia – Bulgarien (Flüge checken). Ein zentral gelegenes reizendes Apartment mieteten wir für 5 Nächte zu dem günstigen Preis von insgesamt 125 Euro (Dank Rabatt auf Airbnb sogar nur 102 Euro).

Foto: Abflug nach Sofia

Abflug nach Sofia

Ankunft in Sofia

Am Donnerstag Abend ging unser Flieger ab Köln und knappe 2 Stunden später landeten wir bereits in der bulgarischen Hauptstadt. Der Flughafen hat zwei Terminals, Ryanair fliegt zwar leider nicht den Hauptterminal an, von dem du theoretisch gut mit Bus und Bahn in die City kommt. Allerdings ist Taxifahren in Sofia für uns Westeuropäer ein wahrhaftes Schnäppchen, sodass sich ohnehin das Taxi als Transfermittel in die City empfiehlt. Für den Weg von ca 10 km vom Flughafen zu unserem Apartment haben wir gerade mal 10 Lewa, umgerechnet ca 5 Euro, gezahlt. Alternativ stünde auch ein Shuttle zwischen den Terminals bereit, welcher alle 30 Minuten fährt, jedoch nicht mehr nach Mitternacht.

Am Flughafen solltest du beim Schalter von der Taxifirma OK ein Taxi ordern. OK bietet garantierte Preise von 0.79 Lew am Tag und 0.90 Lew in der Nacht Nacht pro Kilometer.

Anhand unserer Tage stellen wir dir wertvolle Reisetipps und interessante Orte für Sofia vor und hoffen, dass das Lesen neben nützlichen Informationen auch ein wenig unterhält! Ein Reiseführer für Sofia mit Spaß quasi. 😉

Unser vorübergehendes zu Hause:

Foto: Airbnb in Sofia

Foto: Airbnb in Sofia Foto: Airbnb in Sofia Foto: Ausblick

Tag 1 in Sofia

Sofia hat einige interessante Orte und Sehenswürdigkeiten zu bieten, allerdings hatten wir wie fast immer keinen Reiseführer dabei. Am nächsten Morgen ließen wir den Tag daher mit der sich stets bewährten Freewalkingtour durch die 6.000 Jahre alte Hauptstadt beginnen. Bereits bei unserem 20-minütigem Spaziergang zum Treffpunkt zeigten sich die verschiedenen Gesichter der Metropole. Zwischen kommunistischen Plattenbauten und Prachtbauwerken aus vergangenen Jahrhunderten herrscht reger Trubel.

Foto: Ausblick auf unser Haus von der Eagles Bridge

Ausblick auf unser Haus von der Eagles Bridge

Foto: Auswärtssieg in Sofia

Auswärtssieg in Sofia

Foto: Die Universität von Sofia

Die Universität von Sofia

Um 11 Uhr startete unsere Tour am Justizpalast (Съдебна палата) in der Innenstadt. Wer das Prinzip noch nicht kennt: Wie der Name schon sagt, kostet eine Free-Walking-Tour keinen festgelegten Preis. Wem es gefallen hat, gibt am Ende der Führung ein selbst gewähltes Trinkgeld. Die klassischen Touren zeigen natürlich die bekanntesten und vermeintlich spannendsten Sehenswürdigkeiten.

Foto: Vor dem Justizpalast in Sofia

Vor dem Justizpalast: Wem fällt auf wieso der eine Löwe „echt“ ist und der andere als „fake“ bezeichnet wird?

Unser erster Stop war die Kathedrale Sweta Nedelja (катедрала Света Неделя). Hier wollten die Kommunisten den damaligen Monarchen bei einer Trauerfeier mit einer Bombe umbringen. Unter den zahlreichen Todesopfern war allerdings nicht der König. Grund dafür war, dass dieser zu spät kam, weil er noch auf der Trauerfeier seines Bodyguards war, der ihm bei einem anderen Anschlag (und nun schon wieder) das Leben rettete. Glück gehabt!

Foto: Kathedrale Sweta Nedelja in Sofia

Kathedrale Sweta Nedelja

Free Walking Tour in Sofia

Als Nächstes machten wir Halt bei der Kirche „Sveta Petka Samardzhiyska“ (Петка Самарджийска), die du in der Unterführung zwischen dem Sheraton-Hotel und dem ZUM-Kaufhaus findest. Diese ist aus allerlei Steinen und Materialien zusammengezimmert, da die Errichter soviel Bestechungsgelder für die Bauerlaubnis zahlen mussten, dass kaum noch Geld für den Bau der Kirche übrig blieb. Das Resultat sieht daher so aus:

Foto: Sveta Petka Samardzhiyska

Sveta Petka Samardzhiyska

Um die Kirche herum sind übrigens diverse römische Ausgrabungen in einer öffentlich und frei zugänglichen Ausstellung zu bewundern. Diese wurden vor einigen Jahren bei dem Metrobau gemacht. Die Metro (Station: Sedica) wurde nach dem Fund  kurzerhand einfach tiefer gelegt. Im Hintergrund siehst du im Übrigen die einzige aktive und größte Moschee in Sofia: Die Banja-Baschi-Moschee (Баня баши джамия / türkisch: Banyabaşı Camii). Über allem tront die Sofia, die allerdings nicht die Namensgeberin der Stadt ist! Dazu aber später mehr…

xx_resized_36 Foto: Metrostation SofiaFoto: Metrostation Sofia  Foto: Statue Sofia

Die weiteren Stops der Tour waren…

Foto: Mineralbad SofiaFoto: Trinkbrunnenwp-1477994759486.jpg

  • das nicht mehr als solches genutzte Mineralbad (an der Quelle kann man sich jedoch noch Wasser zapfen – jedenfalls wenn man den leicht schwelfligen Geschmack mag…)

Foto: St. Georgs Rotunde in Sofia

  • das Ministeriat samt Kirche in der Mitte (die St. Georgs Rotunde ist das älteste Gebäude Sofias mit einem Dach)

Foto: Präsidentenpalast in Sofia

  • der Präsidentenpalast

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  • die gelben Steine in der Innenstadt sind übrigens kein Geschenk österreichischer Monarchen, wie es die Regierung Bulgariens ihrem Volk Jahrzehnte lang weismachen wollte, sondern ein teurer Import aus Deutschland! 😀

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  • die relative unspektakuläre Sophienkirche oder Sweta Sofia (Света София), die allerdings die Namensgeberin der Stadt ist (ihre Glocke hängt außerhalb in einem Baum)
Foto: Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia

Alexander-Newski-Kathedrale

Den Schlusspunkt der Tour bildete die atemberaubende Alexander-Newski-Kathedrale (Свети Александър Невски).

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Direkt vor der Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich übrigens ein interessanter Trödelmarkt mit allerlei Schätzen aus vergangenen Tagen…

Foto: Flohmarkt vor der Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia20161028_123842.jpg

Nach der Tour ging es für uns noch kreuz und quer durch die Straßen an den teilweise sehr seltsam gelegenen Büdchen und u.a. auch am Nationaltheater „Iwan Wasow“ (Иван Вазов) vorbei .

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Lecker Kuchen ❤

Foto: Nationaltheater "Iwan Wasow" in Sofia

Nationaltheater „Iwan Wasow“

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Schließlich kehrten wir in einer urgemütlichen Taverne (Lubimoto / Бистро Любимото) ein, wo es nicht nur ultraleckeres Essen, sondern auch unfassbar günstiges frischtgezaftes Bier gab (2,50 Lewa für 0,5l) ! Nastrave!

Foto: Taverne Lubimoto in Sofia Foto: Lubimoto in Sofia Foto: Lecker Essen im Lubimoto

In den Supermärkten – und bei DM natürlich – findest du übrigens seltsamerweise auch zig Produkte, die deutsch deklariert sind…

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Nachdem wir uns mit allen lebenswichtigen Reserven aufgefüllt hatten liefen wir über den Slaveykov Platz zum Vitosha Boulevard (Витоша), der Haupteinkaufsstraße in Sofia. Allerdings fanden wir die Geschäfte eher weniger besuchenswert.

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Die drei Litaraten: Pentscho Slawejkow (linke Skulptur) und sein Vater Petko (rechte Skulptur)… und Timo!

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Richtig gute Musik war auch am Start!

Foto: Vitosha Blvd. Sofia

Vitosha Blvd.

Danach ging es auf dem Rückweg zur Wohnung noch einmal zur Alexander-Newski-Kathedrale, die abends beleuchtet ist und damit jedes Amateurfotografenherz höher schlagen lässt. Thema abends: Wir hatten nicht das Gefühl, dass Sofia abends oder nachts gefährlich ist. Jedenfalls nicht gefährlicher als jede andere Großstadt auch!

Foto: Alexander-Newski-Kathedrale bei Nacht

Zum Aufhängen der Handtücher gab es eine sehr witzige Konstruktion in unserem Badezimmer:

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Tag 2 in Sofia

Am nächten Tag folgte die zweite Wanderung, nämlich die gestern über das Internet gebuchte „Free Hike Tour„. Im Zweifel kannst du aber auch ohne Anmeldung zum Treffpunkt kommen. Dieser lag diesmal am schon bekannten National Theater. Von unserer wirklich perfekt gelegenen Unterkunft waren wir nach knapp 15 min Fußmarsch dort.

Denkmal für die Sowjetarmee

Denkmal für die Sowjetarmee

Von unseren neuen Guide wurde uns mitgeteilt, dass wir noch ca. 15 min warten müssen, da nicht alle Teilnehmer aus Deutschland und daher 5 min früher kämen… Unser ruf eilt uns voraus! 😅 Mit dem Taxi ging es dann für 11 Lewa (durch 4 pro Person geteilt besonders günstig) zur Boyana Church (Боянска църква), von wo wir unseren ca. 8 km langen Wandertrip ins Vitosha Gebirge starteten. Dieser führte uns u.a. am Boyana Lake und dem Boyana Waterfall vorbei.

Foto: Sofia von oben

Sofia von oben

Foto: Boyana Lake

Boyana Lake

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Ein frisch gezapftes schmeckt immernoch am besten

Foto: Boyana Wasserfall

Boyana Waterfall

Foto: Ausflug ins Vitosha Gebirge Sofia Foto: Ausflug ins Vitosha Gebirge Sofia Foto: Ausflug ins Vitosha Gebirge Sofia Foto: Ausflug ins Vitosha Gebirge Sofia

Am Schluss der Tour hatte man die Möglichkeit die Boyana Church zu besuchen. Erwachsene zahlen 10, Studenten 2 Lewa für den Eintritt. Das Weltkulturerbe kann aber auch von draußen gratis besichtigt werden.

Foto: Boyana Church

Sichtlich ermüdet suchten wir uns eine Fahrgemeinschaft, mit der wir zum Vitosha Blvd. kamen. Von dort aus waren es nur wenige Meter zur Bar „Apartment“ (Апартмент, Adresse: Neofit Rilski 68). Dieses öffentliche Wohnzimmer, bestehend aus vielen verschieden, liebevoll eingerichteten Zimmern, bietet eine einmalige Atmopsphäre und läd zum Verweilen ein (Spiele wie Siedler oder Schach liegen aus). Die Musik kannst du hier selbst an einem iMac einstellen, der auch fürs Surfen bereit steht. Wifi fehlt leider, worüber aber locker hinweg gesehen werden kann. Die Getränke holst du dir hier selbst aus dem Kühlschrank neben der Küche, wo auch Leckereien wie frisch gebackene Cookies angeboten werden.

Foto: Eingang zum Apartment

Eingang zum Apartment

Foto: Küche im Apartment

Essen und Trinken gibt es wie zu Hause auch in der Küche

Foto: Apartment Sofia Foto: Apartment Sofia Foto: Apartment Sofia Foto: Apartment Sofia Foto: Apartment Sofia

Nach der kleinen Rast ging es noch ein wenig durch die Nebenstraßen der sehenswerten Metropol bis wir dann bei O.SKARA Burger (Ecke Vitosha Blvd./William Gladstone St.) einen Essensstop einlegten: Sehr empfehlenswert diese etwas anderen bulgarischen Burgervarianten!

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Alte und neue Architektur gehen ineinander über

Foto: Burgerladen Sofia

Den Abend ließen wir mit etwas passivem Sport und ein paar Bierchen ausklingen. Zahlreiche Bars und Pubs wie J.J. Murphy’s öffnen dazu ihre Tore. Auf dem Heimweg legten wir noch einen Fotostop am Nationaltheater ein:

Foto: Nationaltheater in Sofia bei Nacht

Tag 3 in Sofia

Am dritten Tag unserer kleinen Sofiareise machten wir uns erneut zu einer Walking Tour auf. Denn…

Foto: Keep Walking

Am Palast der Kulturen (Nationaler Kulturpalast, Национален дворец на културата oder kurz: НДК/NDK) startete morgens die „Trabant Kommunismus Tour„. Am Treffpunkt direkt gegenüber von Starbucks wartete schon die Presspappe aus ostdeutscher Autoingenieurskunst. Unser Guide zeigte uns erst einmal wie diese kleine Pappschachtel so funktioniert. Den Füllstand des Tanks musstest du beispielsweise manuell messen…

Foto: Trabbi in Sofia xx_resized_180

Am Eingang des Parks stand ein Stück Berliner Mauer, welches wir Deutschen großzügigerweise verschenkten. Wer will sowas nicht?! Da man in Bulgarien dachte, dass die Bemalungen erst im Nachhinein von Bulgaren angebracht wurden, wuschen sie diese größtenteils ab, sodass das Mauerstück nicht ganz so bunt wie gewohnt aussieht.

Foto: Stück Berliner Mauer in Sofia

Danach berichtete uns der Guide von der spannenden Geschichte rund um den Nationael Kulturpalast (Национален дворец на културата). Dieser wurde 1981 anlässlich der 1300-Jahr-Feier des bulgarichen Staates auf Initiative der bulgarischen Kommunistenpolitikerin Ljudmila Schiwkow erbaut. Schiwkow ist 1981 übrigens unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Man munkelt, dass die Russen ihre Finger im Spiel hatten, da für sie der Palast ein Zeichen der Verhöhnung Russlands darstellte, welches noch nicht so alt ist wie Bulgarien…

Nationaler Kulturpalast in Sofia

Nationaler Kulturpalast

Zum nächten Spot fuhren wir mit der Metro. Hier kannst du für 1 Lewa ein Einzelticket oder für 4 Lewa ein Tagesticket nehmen. Da wir später noch zum Paradise Einkaufscenter wollten, nahmen wir direkt ein Tagesticket. Trotz moderner Drehkreuztechnik, die du vielleicht aus London kennst, musst du das Ticket jedes Mal erst am Schalter neben den Drehkreuzen vorzeigen und freischalten lassen.

xx_resized_183Foto: Metro Station in Sofia

Der nächste Stop war an der bereits bekannten Sofia, auf deren Sockel früher zu kommunistischen Zeiten Genosse Lenin stand. Eine Gallery über den Ausgrabungen zeigt, wie sich der Platz im Laufe des Jahrhunderts gewandelt hat.

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Auch auf dem Gebäude gegenüber stand früher nicht die bulgarische Flagge, sondern der klassische Kommunistenstern.

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Danach gingen wir zu einem Gebäude, von dem früher aus der Geheimdienst operierte. An dieser Stelle erzählte uns der Guide die Geschichte vom „bulgarischen Regenschirm“. Als der bulgarische Schriftsteller Georgi Markow, der den damaligen bulgarischen Staatschef Todor Schiwkow scheinbar einmal zu viel kritisierte, einst über die Londoner Waterloo Bridge entlang spazierte, spürte er einen Stich am Bein, als ein Mann mit einem Regenschirm an ihm vorbei lief. Ihm wurde hierbei durch einen bulgarischen Agenten eine Kugel mit dem hochtoxischen Gift Rizin iniziert, welches von Wachs umschlossen war und sich erst durch die Körpertemparatur langsam auflöse. Von den Ärzten in London als harmloser Zwischenfall abgetan, wurde die Ursache der spät einsetzenden Symptome der Vergiftung viel zu spät erkannt, sodass Markow vier Tage nach dem Attentat verstarb. Im obersten Stockwerk des Gebäudes kannst du übrigens einen Kaffee oder ein Bierchen bei bestem Ausblick auf die Stadt genießen. Es lohnt sich auf jeden Fall und ist einer der besten „Geheimtipps“, wie sich am letzten Tag unseres Kurztrips herausstellte.

Foto: Ehemalige Stasi-Zentrale in Sofia

Ehemalige Stasi-Zentrale in Sofia

Daraufhin wanderten wir zum Park vor dem Nationalen Kunstmuseum, wo eine Anekdote über das Georgi-Dimitrov-Mausoleum folgte. Dieses wurde 1950 in 6 Tagen errichtet. Witzigerweise brauchten sie genau diese 6 Tage, um es 1999 wieder abzureißen, da es atombombensicher errichtet wurde. Die live im Fernsehn übertragene Sprengung verlief entsprechend nüchtern. Da auch weitere Sprengungen erfolglos waren, musste schließlich schweres Gerät angerollt werden, um das Mausoleum stückweise abzutragen. Das Ergebnis sieht nun folgendermaßen aus:

Foto: Platz des ehemaligen Georgi-Dimitrov-Mausoleums

Schön ist anders… 😅

An den lustigen Türmchen der Verkehrsüberwachung vorbei ging es zum letzten Punkt, an dem wir noch das Vergnügen hatten, Trabbi zu fahren.

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Nach der Tour füllten wir unsere Mägen in der Izbata Taverne (Adresse: Slavyanska 18). Hier gibt es leckere bulgarische Köstlichkeiten zum kleinen Preis.

Foto: Izbata Taverne Foto: In der Izbata Taverne Sofia Foto: Lecker Essen in der Izbata Taverne Sofia

Wer im Zentrum einen Schnapper machen will, dem empfehlen wir die große Markthalle an der Station: Sedica.

Foto: Markthalle an der Station Sedica Foto: Markthalle an der Station Sedica

Durch den Park am Nationalen Kulturpalast ging es via Metro zum angekündigten Shoppingcenter. Das halb abgebaute Ding hier im Park vorm Kulturpalast ist das Monument von 1300 Jahren Bulgarien.

Foto: Springbrunnen vor dem Nationalen Kulturpalast Sofia Foto: Ist das Kunst oder kann das weg?

Als nächstes fuhren wir zum Paradise Center. Diese riesige Shopping Mall lässt wohl keine Wünsche offen. Da die Preise wirklich unschlagbar waren, kleidete sich Timo direkt mal von oben bis unten neu ein.

Foto: Paradise Center Sofia

Tag 4 in Sofia

Der 4. Tag begann so wie der 3. aufgehört hat – mit einer ausgiebigen Shopping Tour. Diesmal standen Schuhe auf dem Programm: Auf der Graf Ignatief Straße (улица Граф Игнатиев) reihen sich vor allem zahlreiche Schuhläden aneinander – ein Paradies für jedes Mädel (aber zum Leidwesen von Timo). Wer sich mehr für Bücher interessiert, wird hier übrigens auch fündig.

Foto: Graf Ignatief Straße Sofia xx_resized_150 Foto: Graf Ignatief Straße Sofia

Nach erfolgreichen Schuhkäufen begann um 14 Uhr im Kristallgarten (Градинката на Кристал) die nächste Walkingtour. Der überdimensionierte Wackelkopf gehört nebenbei Stefan Stambolov (ein bulgarischer Premierminister). Die russisch orthodoxe Sveti-Nikolay-Kirche (Свети-Николай Църква) im Hintergrund (und dem dritten Bild) wurde bereits 1907 auf dem Grundstück der russischen Botschaft gebaut; dafür strahlt sie heute noch ganz gut!

Foto: Sveti-Nikolay-Kirche Sofia

Sveti-Nikolay-Kirche

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Tipp: Die weltweit einzige Free Food Tour „Balkan Bites“ ist inzwischen sehr beliebt, eine Onlinereservierung garantiert die Teilnahme. Während der zweistündigen Tour lernten wir einiges über die bulgarische Küche und natürlich durften wir auch zahlreiche Köstlichkeiten probieren.

Zunächst erfuhren wir etwas über die Geschichte der Esskultur. Fun Fact: Der klassische Salat mit Tomaten, Gurken und dem typischen weißen Käse soll wohl die bulgarische Flagge symbolisieren und war zu Zeiten des Kommunismus quasi ein Einheitssalat. Noch heute ist der Salat praktisch auf jeder Speisekarte zu finden…

Unser erster Halt war an einer Art Suppenbar (Supa Star: Adresse: Tsar Ivan Shishman Street 8). Als Spezialität gab es hier eine kalte Suppe, die eine Art Joghurtdrink darstellt. Die einmaligen Kulturen im bulgarischen Joghurt sorgen angeblich dafür, dass man ewig lebt. Daher wurden diese inzwischen auch nach Asien exportiert (Thailand, Japan, Südkorea).

xx_resized_158 Foto: Suppenbar xx_resized_159

Danach gab es in einer Bäckerei eine der leckeren Blätterteigspezialitäten mit Käse. Köstlich!

xx_resized_160 Foto: Blätterteigspezialitäten Foto: Blätterteigspezialitäten

Nächster Halt war ein sehr süß eingerichtetes Restaurant mitten in Sofia (Lampen aus alten Tischbeinen, der Tisch war mal eine Tür, alle Stühle sind verschieden), welches sich dem Slow Cooking verschrieben hat. Hier wird selbst das Weizen für das hauseigene Brot selbst angebaut. Auch Vegetarier/Veganer kommen voll auf ihre Kosten. Wir erhielten zwei bestrichene Brotvarianten, die ein wenig an Bruscetta erinenrten. Das „Vegetarian Restaurant and Bakery Sun Moon“ (Вегетариански ресторант и пекарна „Слънце Луна“; Adresse: ) bekommt von uns eine klare Empfehlung!

Foto: Vegetarian Restaurant and Bakery Sun Moon Sofia Foto: Vegetarian Restaurant and Bakery Sun Moon Sofia Foto: Vegetarian Restaurant and Bakery Sun Moon Sofia Foto: Vegetarian Restaurant and Bakery Sun Moon Sofia

Als nächstes ging es zu Farmer’s, einem bulgarischen Sandwich-Laden (Adresse: Angel Kanchev Str. 2 / Ул.Ангел Кънчев. 2). Nachdem wir hier eine Runde Ayran bekommen haben, durften wir das Chicken Sandwich probieren (3,99 Lewa). Hier kannst du sehr gut und vorallem deutlich günstiger, frischer und gesünder essen als bei anderen Fast-Food-Restaurants.

Foto: Farmer's Sofia

Auf dem Weg zum letzten Stop ging es noch an dieser aus einer Moschee umfunktionierten Kirche (Sveti Sedmochislenitsi / Свети Седмочисленици; Adresse: ) vorbei.

Foto: Sveti-Sedmochislenitsi-Kirche

Sveti-Sedmochislenitsi-Kirche

Zum Abschluss gab es Käse und Wein in einer sehr traditionellen Taverne: Hadjidraganov’s cellars oder Hadjidraganovite izbi (Adresse: Hristo Belchev Str. 18 / Христо Белчев ул. 18 –parallel zum Vitosha Blvd.). Dies gefiel uns so gut, dass wir hier am nächsten Tag noch essen gehen sollten.

Foto: Hadjidraganovite izbi Foto: Hadjidraganovite izbi Foto: Hadjidraganovite izbi Sofia

Den Abend ließen wir im Art Club, einer gemütlichen Bar in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung, ausklingen. Hier gab es neben leckeren Cocktails auch Live-Musik. Bei der Rechnung staunten wir jedoch nicht schlecht, als diese mitabgerechnet wurde, denn am Eingang fand sich kein Hinweis auf einen Eintritt oder Ähnliches. 5 Lewa pro Person waren jedoch vertretbar für das Gebotene.

Foto: Art Club Foto: Art Club Sofia Foto: Art Club Sofia

Abschied von Sofia

Am letzten Tag wollten wir dem Tipp mit dem Café im obersten Stockwerk des alten Geheimdienstgebäudes nachgehen. Im Eingang des heutigen Zentralarchivs (Adresse: Moskovska Str. 5 / Ул.Московска. 5) angekommen, rätselten wir zunächst einmal, ob es dieses Café wirklich gibt… Der weitere Zugang wird nämlich durch Drehkreuze versperrt, die sich nur durch die manuelle Bedienung eines Pförtners in die eine oder andere Richtung drehen lassen. Sofort fühlte man sich um Jahrzehnte in die Vergangenheit versetzt. Auf unsere Anfrage hin machte er uns jedoch den Weg zum Aufzug zugänglich und fragte noch mit einem verschmitzen Grinsen, ob in unserem Koffer eine Bombe wäre. Lustiger Vogel! 😀  Zu unserer Freude stellten wir fest, dass man auch nach draußen auf die Dachterrasse kann, was bei dem super Wetter natürlich unsere bevorzugte Wahl war. Bei strahlendem Sonnenschein und gezapften Bier ( 0,5 l für lächerliche 2 Lewa) genossen wir die letzten Stunden in dieser wunderschönen Stadt. Ein echter Geheimtipp!

Foto: Ausblick auf die Stadt

Foto: Gebäude des ehemalige Geheimdienstes

Gebäude des ehemalige Geheimdienstes

Karl konnte es wieder einmal nicht lassen…

Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein letztes Essen bei Hadjidraganovite izbi, das uns nicht enttäuschte!

Foto: Käseplatte in der Taverne Hadjidraganovite izbi Foto: Grillteller in der Taverne Hadjidraganovite izbi

In einer Bäckerei auf der Graf Ignatief Straße hauten wir noch ein paar Lewa auf den Kopf und bekamen sogar noch ein paar Teilchen geschenkt. Die gleiche Erfahrung machten wir schon am Vortrag. Einfach toll diese Gastfreundlichkeit!

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Mit dem Taxi ging es dann für 10 Lewa zurück zum Flughafen. Hier erhälst du übrigens eine kleine Flasche Wasser für 1 Lew, womit die letzten Lewa gut investiert sind. Auf dem Rückflug durfte Timo noch eine gute Tat tun und seinen Sitznachbar buchstäblich die verschwitzte Hand halten. Der arme Junge hatte nämlich fürchterliche Flugangst.

Dinosaurier haben wir zwar keine gefunden, aber dafür durften wir viele andere coole Dineg entdecken! Das war unser kleiner Ausflug in die bulgarische Hauptstadt Sofia, die wir dir wärmstens empfehlen möchten. Schau einfach in die Flugsuche nach günstigen Flügen und am besten bei Airbnb für eine schöne Unterkunft.

Cheers & Cheese!

Jorina & Timo

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