Abenteuer Albanien: Start in den Ruinen der Festung von Krujë

Während ich diese Zeilen schreibe, lassen wir es uns gerade bei diesem 5-Gänge-Menu für 5 Euro gut gehen. Keine Seltenheit hier. Aber dazu gleich mehr.

Der Flug mit Transavia verlief recht ruhig. In knapp 2 Stunden erreichten wir den Airport in Tirana. Etwas befremdlich war es allerdings, dass alle Passagiere ihr ganzes Gepäck nach Ankunft durchscannen lassen mussten. Dabei drängten die Leute so, als wenn es was umsonst gäbe. Als wir unser Gepäck dann wieder hatten, ging es Richtung Ausgang, wo bereits ein Fahrer auf uns wartete. 35 Minuten und eine wilde, kurvenreiche Autofahrt später erreichten wir unsere Unterkunft Emiliano Rooms hoch über der Stadt Krujë (Kruja). Während andere Hotels damit werben, sich in der Nähe der 800 Jahre alten Burgruine zu befinden, hausten wir quasi unmittelbar an der Burgmauer.

Suppe, Fleisch, Pasta, Brot, Ofengemüse, Käse und Nachtisch

Nachdem wir unser Zimmer dann bezogen hatten, wurden wir mit obigen Abendessen verwöhnt. Der erste Eindruck von Albanien bestätigt die bereits vielfach in Blogs erwähnte Gastfreundschaft der Einheimischen. Die Zuvorkommenheit war uns fast unangenehm, vor allem weil sich unsere Gastgeber nach jedem gesprochenen Satz höflichst bei uns bedankten. Nach der Großstadtanonymität mit all seinen kontrastreichen Facetten, war es nun ein starker Gegensatz, sich inmitten des Familienbetriebs einzufinden.

Unser Zimmer befand sich unmittelbar an der Burgbauer

Für spontanes Kuchenbacken hätten wir sogar eine Küchenmaschine gehabt… (hinten auf dem Tisch) 😀

Bei Tag entfaltete sich die prachtvolle Umgebung:

Am nächsten Morgen konnten wir beim Frühstück diese Aussicht auf Krujë genießen

Bei den Emiliano Rooms ist im Zimmerpreis von 25 € das Frühstück bereits enthalten

Da wir quasi unmittelbar an der alten Burg wohnen, war es nur logisch, unseren Tag mit der Besichtigungen der steinernen Überreste zu starten.

Hoch über der Stadt: Die alte Burgruine von Krujë

Anschließend besuchten wir das Skanderbeg Museum, eine Art Nationalmuseum, welches in den 1980ern erbaut wurde. All zu spannend war es nicht, aber für 200 Lek (ca. 1,50 €) Eintritt war das finanzielle Risiko ohnehin eher gering.

Skanderbegmuseuum

Nach der Besichtigung ging es hügelabwärts zum Basar. Seit bereits 400 Jahren soll hier Handel betrieben worden sein. Heute ist der Bazar von Krujë eine Souvenirshop-Meile mit vielem handgefertigten albanischen Allerlei. Nachdem wir den ersten Shop betreten hatten und ich das obligatorische Landesfähnchen erstanden hatten, versuchten wir den doch eher aufdringlichen Shopkeepern so weit es ging auszuweichen. Der Rest der Stadt ist nicht weiter erwähnenswert. Beim Passieren der Gassen lässt sich leicht feststellen, dass sich Albanien im Aufbruch befindet. Auch wenn die Einwohnerzahl der Stadt rückläufig ist; Vieles wird hier erneutet oder neugebaut.

Basar von Krujë

Bierpause am Basar

Ice ice Baby

Unser privater Gartenplatz

Unser Zimmer

Nach unserem Stadtspaziergang verbrachten wir den Nachmittag in „unserem“ Garten und testeten noch das ein oder andere albanische Gericht und Bier. Für schlappe 9… € ließen wir es uns beispielsweise im Restaurant Kalaja gut gehen.

Unbedingt probieren: Das traditionelle Gericht Tavë dheu (links im Bild)

Frisch gestärkt erkundeten wir abends noch den Rest der alten Burganlage und wider Erwarten entdeckten wir noch die ein oder andere schöne Ecke. Die Atmosphäre lässt sich kaum in Worte fassen… Das Ambiente in Mitten dieser Burgruinen, welche teilweise die Wände der anliegenden Restaurants bilden, ist etwas ganz Spezielles. Der untere Teil der alten Burgfestung wird sogar immer noch zum Wohnen genutzt. Es sind eben keine hochglanzpolierten Edelschuppen auf künstlichen Burgmauern, sondern eine Homage an die eigene Geschichte. Der Blick auf Berg und Tal krönt das Ganze.

Auch wenn Kruja nicht mit Sehenswürdigkeiten überschwemmt ist, ist die kleine Stadt nördlich von der Hauptstadt auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders das idyllisch gelegene Emiliano Rooms ist der perfekte Ort, um eine Reise in Albanien atmosphärisch starten zu lassen.

Am nächsten Morgen hieß es zunächst Land unter um doppelten Sinn: Nicht nur der tropische Sommerregen, welcher bis in die frühen Morgenstunden anhielt sollte den Tag feucht fröhlich beginnen lassen, sondern auch das aus der Wand austretende Wasser (vermutlich eine defekte Wasserleitung). Gut, dass es nach einem ausgiebigen Frühstück hieß Sachen packen und ab nach Tirana. Entgegen der Hotelbeschreibung war Kreditkartenzahlung nicht möglich, sodass wir unsere Rechnung bar in Euro bezahlten: Insgesamt 93,5 € für 2 Nächte inkl. Frühstück, Abendessen, diverse Getränke und Airporttransfer waren freilich nicht viel!

Anschließend ging es burgabwärts ins City Center von Krujë, wo wir uns einen Minibus (Furgon) Richtung Tirana suchten. Neben den offiziellen Linienbussen nach Fahrplan fahren diese Gefährte einfach wenn sie voll sind. Nach 15 Minuten warten war der 7-Sitzer besetzt und die Fahrt konnte beginnen. Die ca. 1-stündige Tour kostete gerade mal 200 Lek (1.5 €) pP.

Cheers & Cheese ✌

Jorina

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