Badespaß in Ksamil

Nach dem Frühstück checkten wir zeitig aus und bewegten uns zur bekannten Bushaltestelle, um nach Ksamil zu fahren. Etwas überraschend war der Bus diesmal brechend voll. Scheinbar gibt es einige Touris, die sich lieber in Ksmail an den Strand legen… Wieso dann nicht gleich dort einchecken? 🤔

Durch die vielen Menschen gab es entsprechend viele Stops, sodass die Fahrt heute ganze 40 min dauerte.

Nach der leicht quetschigen Fahrt waren wir froh, Ksamil endlich erreicht zu haben. Der Blick aufs Meer und die angenehme Ruhe hier entschädigten aber auch sofort für die anstrengende Anfahrt. Generell ist Ksamil im Vergleich zu Saranda sehr viel entspannter zu durchstreifen, trotz des Badetourismuses: Die Hotels nicht so riesig, die Straßen breiter, weniger Autos, weniger Lärm, bessere Luft…. Die vielen verschiedenen Badebuchten geben einem die Qual der Wahl, da eigentlich alle einen schönen Blick aufs Meer, die kleinen nicht weit entfernten Inseln und natürlich Korfu bieten. Teilweise können die Buchten sogar mit Sandstränden aufwarten.

Paradise Beach

Ksamil Strand

Unseren ersten Tag verbrachten wir am Paradise Beach, direkt vor unserem Hotel (Lula Ksamil). Hier gibt es einige Tavernen in Sichtweite und super bequeme Liegen, die allerdings im Paket (2 Liegen + Sonnenschirm) auch „stolze“ 800 Lek kosten. Strand und Meerzugang sind von Steinen bedeckt.

Neben unserem Hotel entdeckten wir bei der Rückkehr diese moderne Ruine. Angeblich ist dies kein Ergebnis albanischer Baukunst, sondern ein von der Regierung so gewolltes Mahnmal für alle, die ihre Hotels illegal errichten. Es soll wohl hunderte solcher Bauten in Ksamil geben.

Am Abend aßen wir mal wieder richtig traditionell im Fast-Food-Family, welches aber nicht aufs Fast-Food reduziert werden sollte. Moussaka, Stuffed Eggplants und Kornacka Meatballs… Träumchen!

Am zweiten Tag wählten wir den Lori Beach, nur einen Katzensprung vom Paradise Beach entfernt. Die etwas kleinere Bucht verfügt über einen groben Sandstrand und war vielleicht auch deshalb besser besucht. Preis für die Liegen und den Sonnenschirm: 500 Lek, was der Standardpreis für die Standardliegen zu sein scheint.

Am Abend waren wir Pizzaessen im Rei-Rai. Beim Zahlen der Rechnung fragte uns die Bedienung, ob wir ihm auf Polnisch „Willst Du mit mir heute Abend etwas trinken gehen?“ übersetzen könnten. Stift und Zettel lagen schon bereit. Doch leider mussten wir ihn enttäuschen, da sich mein Polska-Vokabular so ca. auf „Grzyb“ und „Piwo“ beschränkt. Aber wieso wurden wir für Polen gehalten? 🤔 Ausnahmsweise lag es nicht an dem oft unterstellten osteuropäischen Erscheinungsbilds Jorinas, sondern an unserem unbewussten Studium des Polnisch verfassten Aufstellers mit der Speisekarte… 😅 Die Pikante kann ich in jedem Fall empfehlen! 👌🏼

Am Hotel angekommen, lud uns der junge Hotelmanager zu einem Raki ein und berichtete uns davon, dass er das Hotel nur im Sommer betreiben würde und den Winter in Kanada oder Griechenland verbringe. Oook… Kassieren wollte er bei der Gelegenheit dann auch. Nun gut. An dieser Stelle dann von uns ein paar Auskünfte zum Lula Ksamil: Die Lage mit hundert Metern zum Strand ist super, die Zimmer sind groß, verfügen über Klima und Kühlschrank und man hat einen Balkon mit Wäscheständer; das war es dann an positiven Punkten. Es gibt leider keine Balkonstühle, neues Toilettenpapier bekamen wir nur auf Nachfrage, beim Duschen setzte man sich am besten aufs Klo, um nicht irgendwo gegen zu stoßen, das Bett war Dank der sehr präsenten Bettfedern nicht wirklich bequem und unsere Nächte bestanden zu einem Drittel im Kampf gegen Mücken. Die größte Enttäuschung war jedoch das Frühstück: Brot vom Vortag und kalte Omletts… Dazu nichtmal Kaffee oder Tee. Schwache Leistung bei der geringen Anzahl an Gästen.

Lula Ksamil – Rechts das Restaurant

Balkonblick

Den letzten (Sand-)Strandtag verbrachten wir am Bora-Bora Beach. Dieser war zwar recht voll, aber immer noch ausreichend Platz bietend. Zwischendurch kommen auch hier fliegende Händler vorbei, die vor allem schokobeträufelte kleine Teigbällchen verkaufen… Lecker die Dinger (Schale für 100 Lek)!

Zum Abschluss gönnten wir uns noch am Lori Beach 15 min auf dem Jetski für 20 €. Ein Riesenspaß mit 60 km/h.

Apropos Euro… Wir berichteten ja bereits darüber, dass alles auch in Euro bezahlbar ist. Da unsere Hotels durch die Buchung über Booking über einen festen Europreis verfügten, wurde dieser auch von den Hoteliers eingefordert. Wollten wir in Lek zahlen, wurde der Euro mit 134-136 Lek umgerechnet. kein guter Kurs, wenn man die Lek am Automaten für 128-130 zieht (in Tirana konnten wir bei der Raiffeisen Bank auch Euros abheben). Dieser Umstand brachte uns zu der ungewöhnlichen Maßnahme, Lek abzuholen und in einer Wechselstube für den Kurs 1:132 umzutauschen. Komisches Gefühl im Ausland die einheimische Währung in die Eigene zu wechseln…

Währenddessen konnte sich Karl mal wieder nicht beherrschen und vergriff sich an unseren Biervorräten…

Zu Abend gab es noch einmal ein kulinarisches Highlight! Dorade und Seebarsch vom aller Feinsten! 😌

Zum Nachtisch ein Crepé mit Weisser Schoki, Mandel und Kaluha. 🙂

Die Preise sind übrigens –  trotz der Fokussierung auf Touristen – immer noch sehr human. Alle Gerichte (+ große Biere) haben uns pro Person maximal 7 € gekostet.

06:30 Uhr; der Wecker klingelt. So früh sind wir in diesem Urlaub auch noch nicht aufgestanden… 😖 Aufs Frühstück verzichteten wir dankend und checkten schnell* aus. *“Schnell“ hieß in diesem Fall eine Sicht- und Wasserhahnkontrolle (wtf?) des Zimmers bevor mir das Großmütterchen lächelnd den Reisepass zurückgab (warum er hier zum ersten Mal eingezogen wurde, blieb fraglich). Jedenfalls wollten wir pünktlich die Fähre um 10:30 nach Korfu erwischen. Fast planmäßig stiegen wir in den Bus Richtung Saranda, von wo aus die Fähre ablegen sollte. Warum „fast“? Der Bus war wieder einmal zu früh (heute 5 min) und wartete auch nicht bis 20 vor (stündliches Intervall). Du solltet demnach immer ein paar Minuten eher auf der Straße sein (auf halber Strecke anhalten ist ja auch nie ein Problem). 35  min später kamen wir am Hafen an (Endstation). Im Office von Finikas Lines, direkt gegenüber von der Check-In Halle, besorgten wir uns die Fährtickets für Stolze 19 Euro pro Person. Zum Vergleich: Für alle Bus-, Shuttle- und Taxifahrten bezahlten wir ca. 27 Euro p.P. Ohne die „Luxusfahrt“, als wir uns standesgemäß vom Flughafen abholen ließen, hätten alle Albanienfahrten genauso viel wie die Überfahrt nach Griechenland gekostet. Willkommen in EUROpa! 🤑 Jedenfalls lagerten wir unser schweres Gepäck bei Finikas und gönnten uns noch eine Kleinigkeit zum Frühstück sowie die cremigste Eisschokolade aller Zeiten.

Juventus Turin Bar in Albanien? Ok…

Ruinen samt ausgestellter Mosaike Mitten in Saranda

Danach verballerten wir noch die restlichen Lek für günstige Lebensmittel für Korfu. Beispielsweise gönnten wir uns eine große Packung Müsli; endlich Frühstück ohne Weißbrot.

Die Gepäck- und Passkontrolle am Hafen verlief schnell und unspektakulär. Die Fähre stach pünktlich in See. Noch wenige Minuten, dann grounded Jorina nun auch Griechenland. 🇬🇷

Cheers & Cheese ✌🏻

Timo

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